Gott hat einen Namen

Eine simple Idee, die deine Beziehung zu Gott radikal verändern könnte: Gott hat einen Namen. Und dieser lautet nicht „Gott“ – sondern Jahwe. John Mark Comer macht in seinem Buch deutlich, dass diese Erkenntnis mehr ist als ein theologisches Detail. Sie eröffnet eine neue Tiefe in unserer Beziehung zum Schöpfer.

 

Wer ist der Autor?

John Mark Comer (Jg. 1980) ist Pastor und Autor aus den USA. Er gründete die „Bridgetown Church“ in Portland, Oregon, und wirkt seit 2021 in der „Vintage Church LA“. Mit seinen Büchern und Podcasts hat er weltweit große Resonanz gefunden. Prägend für seine Arbeit ist ein praxisnaher, geistlicher Ansatz, der Jüngerschaft und Nachfolge in den Mittelpunkt stellt.

 

Worum geht’s?

Das Buch setzt bei einer entscheidenden biblischen Beobachtung an: Gott offenbart sich Mose nicht mit einem Titel, sondern mit einem Namen – Jahwe (2. Mose 3,14–15). Comer entfaltet, was dieser Name bedeutet: Identität, Wesen, Beständigkeit und Nähe. Anhand von alttestamentlichen Beispielen wie Abraham, Isaak und Jakob zeigt er, wie eng Name und Berufung miteinander verbunden sind.

 

Ein Schwerpunkt liegt auf der Erklärung des Tetragramms JHWH und seiner Bedeutung im biblischen Kontext. Comer macht deutlich: Gottes Name ist nicht nur eine theologische Information, sondern eine Einladung zur Beziehung. Er beschreibt die Tragweite, wenn Gott sich persönlich vorstellt, nicht als „der Herr“ (ein Titel), sondern als Jahwe – ein Name, der Nähe und Intimität ausdrückt.

 

Dabei folgt Comer einem roten Faden durch die Bibel: von Gottes Selbstoffenbarung in der Geschichte Israels bis zur Erfüllung in Jesus Christus, der uns lehrt, Gott „Abba, Vater“ zu nennen. Der Autor schreibt lebendig, anschaulich und erklärt auch komplexe Hintergründe leicht verständlich. Sein Anliegen ist klar: Wer Gott wirklich als Jahwe kennt, dem verändert sich die Beziehung zu ihm – weg von Distanz und Abstraktheit, hin zu Vertrautheit und Vertrauen.

 

Was gibt es Kritisches?

Der Schreibstil ist stark erzählerisch und eher populärwissenschaftlich als exegetisch fundiert. Sein stark beziehungsorientiertes Gottesbild ist inspirierend, kann aber zu einer Verwässerung der biblischen Heiligkeit Gottes führen.

 

Wer sollte das Buch lesen?

Das Buch eignet sich für Christen, die eine persönlichere und tiefere Beziehung zu Gott suchen und bereit sind, die Bibel neu durch die Linse von Gottes Namen zu betrachten. Besonders Leser, die biblische Inhalte gern praxisnah vermittelt bekommen, werden angesprochen.

 

Was bleibt?

Die Erkenntnis: Gott hat einen Namen – und dieser Name ist Ausdruck seines Wesens. Wer Gott als Jahwe kennt, begegnet ihm nicht nur als einer fernen Macht, sondern als einer Person, die sich offenbart, die treu und verlässlich ist, und die Beziehung will. Das verändert, wie wir beten, wie wir glauben und wie wir leben.


Das Buch

  • John Mark Comer (2025): Gott hat einen Namen. Wie du über Gott denkst, prägt dein Leben, SCM R. Brockhaus, 256 S., ISBN 978-3-417-01037-4, 23,00 €.

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