Die Welt wirkt aus den Fugen geraten: Krisen, Umbrüche, Zukunftsängste. Markus Spieker nimmt sich in Crazy World. Wie man in verrückten Zeiten einen klaren Kopf behält genau dieser Lage an. Er zeigt, wie man inmitten globaler Unsicherheiten Orientierung findet, ohne in Resignation oder Panik zu verfallen. Das Buch will Mut machen, das Chaos nicht nur auszuhalten, sondern sogar als Chance zum Wachsen zu begreifen. Damit stellt sich die Frage: Woran halte ich mich fest, wenn alles um mich herum ins Wanken gerät?
Wer ist der Autor?
Markus Spieker ist Journalist, promovierter Historiker und als Chefreporter für den MDR tätig. Er war Korrespondent im ARD-Hauptstadtstudio sowie Studioleiter in Südasien. Bekannt wurde er durch
seine Bestseller, u. a. Jesus. Eine Weltgeschichte, in dem er den Einfluss Christi auf die Geschichte nachzeichnet. Er lebt in der Nähe von Leipzig.
Worum geht’s?
Spieker spannt in diesem Buch einen weiten Bogen: Er analysiert die großen Megatrends unserer Zeit, von geopolitischen Verschiebungen bis hin zu kulturellen Umbrüchen, und verbindet sie mit
persönlichen Beobachtungen. Dabei gelingt es ihm, mit Sprache zu spielen. Immer wieder stößt man auf Formulierungen, die den Nagel auf den Kopf treffen: „Moralisch lehrgepunkte Selbstentdecker
sind dankbare Kunden.“ – „Kaum etwas vermindert die Empathie so stark wie das Gefühl der eigenen moralischen Überlegenheit.“ – „Macht deformiert die Besten.“
Seine Stärke liegt darin, das Zeitgeschehen klar zu benennen und dennoch eine Haltung der Demut zu bewahren. Wer einen klaren Kopf behalten will, so seine Überzeugung, muss ihn zuerst frei bekommen: frei von Konformitätsdruck, Denkvorschriften, modischem Hype und zeitgeistiger Hysterie. Denn wer denkt, was alle denken, denkt gar nicht. Das Buch ist ein erfrischender Versuch, gegenwärtige Probleme nicht nur zu beschreiben, sondern auch Lösungswege aufzuzeigen.
Spieker versteht sich dabei als christlicher humanistischer Realist, der im Glauben verankert ist, der den Menschen ernst nimmt und zugleich am Realitätsprinzip festhält. Er gibt neuen Rückenwind, um sich vom Doom zum Boom zu erholen – von „I have a nightmare“ hin zu „I have a dream“.
Wer soll es lesen?
Das Buch richtet sich an Menschen, die in unruhigen Zeiten nach Orientierung suchen – sei es im Beruf, in der Gesellschaft oder ganz persönlich. Besonders wertvoll ist es für Christen, die lernen
wollen, wie sich Glaube praktisch und alltagstauglich bewährt.
Was gibt es Kritisches?
Spieker bleibt manchmal an der Oberfläche, wenn er aktuelle Trends beschreibt – tiefergehende theologische Fundierung fehlt an einigen Stellen. Der Glaube wird nicht konsequent entfaltet, sondern
eher implizit vorausgesetzt. Dadurch bleibt offen, worauf die eigentliche Hoffnung in letzter Konsequenz gründet.
Was bleibt?
Das Buch macht Mut, die verrückte Welt nicht als Bedrohung, sondern als Trainingsfeld für Charakter und Hoffnung zu begreifen. Wer klare Orientierung sucht, findet hier erfrischende Gedanken und
präzise Formulierungen. Der Leser wird erinnert, dass Resilienz nicht in Selbstoptimierung liegt, sondern in Vertrauen und Festigkeit – Werte, die im christlichen Glauben ihren tiefsten Halt
haben. Auch wer Spiekers Perspektive nicht in allem teilt, wird ermutigt, klarer, mutiger und hoffnungsvoller durch diese Zeit zu gehen.
Das Buch:
- Spieker, Markus (2025): Crazy World. Wie man in verrückten Zeiten einen klaren Kopf behält. Fontis Verlag, 263 S., ISBN: 978-3-03848-304-5, 24,90 €.
erhältst du hier.
