Weltweit erleben wir eine Zeit der Unsicherheit, politischer Extreme und sozialer Spannungen. Doch immer wieder gab es Menschen in der Geschichte, die wahre Größe gezeigt haben – nicht durch Macht oder Ruhm, sondern durch ihr unerschütterliches Engagement für Menschlichkeit. Rob Riemen, einer der führenden Intellektuellen Europas, schildert in „Über wahre Größe“ die Geschichten solcher Persönlichkeiten und verbindet sie mit aktuellen Fragen unserer Zeit. Seine Botschaft lautet: Hoffnung und Humanismus seien die Antwort auf unsere größten Herausforderungen.
Wer ist der Autor?
Rob Riemen ist niederländischer Philosoph, Gründer des Nexus-Instituts und Autor mehrerer kulturkritischer Werke, darunter „Adel des Geistes: Ein vergessenes Ideal“ (2009) und „Asyl für Europa?:
Die Wiederkehr des Faschismus“. Er ist geprägt von der europäischen Geistestradition, verknüpft Philosophie, Literatur und Politik und versteht sich als Anwalt des Humanismus.
Worum geht’s?
Das Buch versammelt vier Essays: „Eine Lebenslehre“, „Die Fahne der Hoffnung“, „Lesen und die Kunst des Lebens“ sowie „Utopist in dystopischen Zeiten“. Darin stellt Riemen Denker wie Thomas Mann,
George Orwell und Simone Weil vor und zeigt, wie sie durch moralische Integrität statt durch Macht Einfluss gewannen.
Kernthesen des Buches:
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Wahre Größe entsteht nicht durch Macht, sondern durch moralische Integrität.
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Der europäische Humanismus ist die beste Antwort auf politische Extreme.
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Geschichte lehrt uns, dass Worte Krieg und Faschismus besiegen können.
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Nur durch Werte wie Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit kann Gesellschaft erneuert werden.
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Inspirierende Beispiele aus Literatur und Geschichte sollen Orientierung geben
Der Autor verankert seine Argumentation stark im europäischen Humanismus, also in einer Tradition, die den Menschen in seiner Würde, Freiheit und Vernunft betont. Stilistisch schreibt Riemen essayistisch, kulturkritisch und zugleich verständlich. Er analysiert tiefgründig, aber immer mit Blick auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen. Seine Sprache will ermutigen und zugleich mahnen.
Wer soll es lesen?
Das Buch richtet sich vor allem an bildungsnahe Leser, die im europäischen Humanismus eine geistige Orientierung suchen, sowie an Menschen, die in Literatur und Philosophie Antworten auf
politische und gesellschaftliche Krisen finden möchten.
Was gibt es Kritisches?
Aus biblischer Sicht bleibt der Ansatz unzureichend. Riemen ersetzt den Glauben an den lebendigen Gott durch Vertrauen auf den Humanismus. Er ruft zu Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit auf,
blendet aber die biblische Grundlage dieser Werte vorrangig aus. Der Mensch wird als fähig zur moralischen Erneuerung gedacht, ohne dass die tiefe Realität von Sünde, Schuld und Gottes
Gericht ernstgenommen wird. Humanismus kann Orientierung geben, aber er kann nicht retten. Wahre Größe kommt nicht aus menschlicher Vernunft oder Bildung, sondern allein aus der Gnade Gottes in
Jesus Christus, der die Schuld vergibt und neues Leben schenkt.
Was bleibt?
Das Buch ist ein eindringlicher Weckruf gegen Oberflächlichkeit und Machthunger und erinnert daran, dass Integrität und Werte wichtiger sind als Ruhm. Es liefert inspirierende Denkanstöße, aber es bleibt im rein Menschlichen stecken. Wer Christus kennt, sieht im Humanismus nur eine unvollständige Antwort. Gerade dadurch wird deutlich, wie dringend unsere Gesellschaft das Evangelium braucht. Wahre Größe bedeutet, sich vor Gott zu demütigen und in Christus das Leben zu finden, das kein Humanismus je geben kann.
Das Buch:
- Riemen, Rob (2025): Über wahre Größe. Europa Verlag, 144 S., ISBN 978-3-95890-656-3, 18,00 €.
erhältst du hier.
